Cialis: Bis zu 36 Stunden standfest
Als eine Art „Super-Viagra“ bewarb die Firma Lilly Pharma 2002 auch in Europa ihren frisch produzierten Kassenhit Cialis. Denn dieses Potenzmittel aus der Nachfolge-Generation des ersten Wundermittels soll Männern, die mit Erektionsschwäche kämpfen, noch längere, noch intensivere Lusterlebnisse zurückgeben. Tadalafil heißt der Inhaltsstoff, aus dem die erotischen Träume sind. Die versprochene Standfestigkeit beruht dabei auf ähnlichen Mechanismen wie die des Vorgängers Sildenafil: Das Medikament verhindert durch die Blockade bestimmter körpereigener Stoffe, dass die hochpotenten Schwellkörper im besten Stück des Mannes zu schnell wieder entspannen. Wegen einer Wirkzeit von bis zu anderthalb Tagen wird Cialis inzwischen auch schon die „Urlaubspille“ genannt – ein ganzes Wochenende voller sexueller Erfahrungen soll mit nur einer Tablette (und mehreren Erektionen oder Ejakulationen) durchzustehen sein.
Wenn auch, im Gegensatz zu Viagra, schon eine einzige Pille genügt, um diese unglaublichen Wirkung zu erzielen und durch die niedrige Dosierung das Risiko von Gesundheitsstörungen verringert wird, hat das Mittel für den ungeduldigen Herrn dennoch Nachteile: Einerseits tritt die volle Kraft von Cialis erst nach frühestens einer Stunde ein, andererseits kann es sogar noch einige Stunden mehr dauern, bis die sexuelle Energie so richtig aufblüht. Genaue Planung ist also angesagt, während Viagra schnell, spontan und sicher wirkt. Den Zwang, ihre Lust strukturieren zu müssen, wenn alles klappen soll, finden manche Männer nicht eben romantisch. Außerdem darf erst nach den vollen 36 Stunden, in denen sich Cialis mit einer Ration im Körper befindet, eine weitere Dosis geschluckt werden. Ob die Wirkung inzwischen nachgelassen hat oder nicht – sonst kann man mit größeren Komplikationen rechnen.
Kein Dauergebrauch - eine Tablette reicht für ein Wochenende
Wegen dieser extrem langen Halbwertzeit raten Ärzte auch unbedingt vom Dauergebrauch des Stoffs Tadalafil ab – sollte die erzielte Wirkung auch noch so verlockend sein. Inzwischen mehren sich auch Stimmen von – vor allem älteren - Partnerinnen der Konsumenten, die leise Kritik anmelden. Wenn der Liebesakt Stunde um Stunde dauert, weil der Geliebte allzu gut in Form ist, nachdem jahrelang erotische Stunden kaum vorkamen, kann das zu einer Überforderung der Frau oder Freundin führen. Vor allem, falls Mann sie nicht gut genug auf den Überraschungseffekt durch Cialis vorbereitet hat. Jüngere Semester dagegen sind voll des Lobes über das potenzsteigernde Produkt. Sie erhalten nicht nur die vermisste Manneskraft zurück, der ausgerechnet in den aufregenden Erwachsenenjahren die gewohnte Stärke fehlte, sondern schwärmen von überstarker Standfestigkeit und sogar schnellerer Erregbarkeit. Dagegen bestreiten Experten letzteren Effekt, da erotische Faszination im Kopf entsteht und Cialis nur körperlich wirkt und da auch nichts verbessern kann, wo seelisch die gewünschte Erregung seelisch gar nicht erst stattfindet.
Vor allem sehr jungen Männern (unter 18) und den deutlich gereiften Jahrgängen ist wegen der unüblich langen Auswirkung der Tabletteneinnahme nicht zuzuraten, falls sie schon erwägen, von Viagra auf Cialis umzusteigen. Ohnehin ist der Gang zum Arzt erste Patientenpflicht, falls das Mittel eine gedankliche Alternative für den Verbraucher mit Erektionsstörungen sein sollte. Der Mediziner muss in jedem Fall nach einem ausgiebigen Gesundheitscheck sein Veto einlegen dürfen, wenn die Risiken einer so hochpotenten Verordnung zu groß sind. Vor allem ist das bei allen Herren mit drohendem Schlaganfall, aber auch bei Herz-Kreislauf-Patienten der Fall. In Deutschland ist Cialis deshalb aus guten Gründen der Vorsorge rezeptpflichtig.
Geringe Nebenwirkungen
Wegen der niedrigen Dosis werden nur von wenigen (und eher schwachen) Nebenwirkungen berichtet, die unter Cialis auftreten. Daher wählen besonders diejenigen, die zuvor noch nie ein Mittel gegen erektile Dysfunktion genommen haben, lieber den Wirkstoff Tadalafil als das Potenz-Urgestein Viagra. Sollte es dennoch zu unerwünschten Folgen kommen, handelt es sich meist um Muskelbeschwerden und die Palette der auch bei Viagra üblichen Effekte wie Kopf- und Magenschmerzen sowie Sehstörungen. Allerdings ist in Verbindung mit Cialis auch von Tinnitus und größeren Hörproblemen die Rede.
Frauen dürfen das Medikament übrigens auf keinen Fall einnehmen – genauso wie User von Poppers oder anderen Mode-Drogen oder Patienten, die Nitroglyzerin-Präparate gegen z.B. Angina Pectoris schlucken müssen. Die vollen anderthalb Tage, während derer Cialis nach einer einzigen Pille im Blut kreist, müssen diese Mittel vermieden werden. Sollte dennoch im Eifer des Gefechts jemand vergesslich geworden sein und zusätzlich die verbotenen Präparate zu sich genommen haben, empfiehlt es sich, sofort den Notarzt zu rufen. Er wird drohende Konsequenzen durch eine weitere Behandlung verhindern.
Informationen zu Cialis
Cialis ist die Potenzpille mit der besonders langen Wirkung und wird daher auch "Wochenendpille" genannt.
Cialis wirkt nur, wenn Sie sexuell stimuliert sind, keine Angst vor "Dauerständern"!
Tadalafil, der Wirkstoff von Cialis, ist auch in einer Reihe Präperate enthalten, die von anderen Herstellern vertrieben werden - so genannte Generika.
Ganz neu ist Apcalis-sx, hier kann Tadalafil in Form eines Gels eingenommen werden!